Jurmala hat eine große Tradition als
Kur- und Badeort und bot seinen Bewohnern seit jeher eine hohe Lebensqualität.
Der Abriss des Kurhauses während der sowjetischen Verwaltung war
jedoch ein Zeichen für das Verschwinden einer gesamten kulturellen
Epoche. Als ein Zentrum für Kunst und Kultur war das Kurhaus der
zentrale städträumliche Bezugspunkt in Jurmala. Eine zukunftsgerichtete
Entwicklung des Grundstücks soll in neuer Weise die Traditionen des
Kurbetriebs weiterführen. In Gestalt eines Kulturforums sollen kulturelle
und kommerzielle Einrichtungen neue Besucher anziehen und die Lebensqualität
der Bewohner Jurmalas steigern.
Das Planungsgebiet
„1 Pils Laukums“ ist verkehrstechnisch gut angebunden,
Straße und Bahnlinie behindern zur Zeit jedoch die Zugänglichkeit.
Auch der Zugang zum Strand ist weder einladend noch ist er begehbar
für alte oder behinderte Menschen. Die Stadt Jurmala sollte folgender
Strategie bei der Erschließung von „1 Pils Laukums“
folgen:
1. Bau eines neuen Transportkorridors südlich des Flusses
Lielupe für Gütertransport und Schnellzüge.
2. Entwicklung eines Park+Ride Systems für Badegäste in
der Hochsaison, ausgehend von der südlich gelegenen Landstraße
A 10.
3. Wassertaxi über den Lielupe Fluss.
4. Rückbau der Straße von 4 auf 2 Fahrspuren.
5. Umwandlung der Bahnstrecke in ein „Light Rail“- System
als das Hauptverkehrsmittel zwischen Riga und Jurmala. |