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Kunst am Bau für das Bundesministerium der Finanzen
Eingeladener Wettbewerb
 

Im Zuge der Sanierung des Gebäudekomplexes wurde ein ehemaliger Außenraum durch den Einbau einer 20 Meter hohen Sichtbetonwand in einen überdachten Lichthof umgewandelt. Die Aufgabe bestand darin, diese Wand künstlerisch aufzuwerten.

In die gegebene vertikale Gliederung der Wand sollen fünf Reihen aus elektrochromen Glasscheiben installiert werden. Elektrochromes Glas hat die Eigenschaft, sich unter elektrischer Ladung färben und entfärben zu können. Auf dem Dach des Gebäudes platzierte meteorologische Sensoren liefern Messwerte der aktuellen Wetterlage an die Steuerung der Glasscheiben. Jede der Reihen dient als Skala für einen bestimmten Messwert, der sich als graduelle Einfärbung in den Scheiben abzeichnet. Das Ergebnis ist ein sich ununterbrochen veränderndes Wandbild.

Die Installation baut eine Schnittstelle zwischen Innen- und Außenraum und zwischen dem ursprünglichen und heutigen Zustand des Hofs auf. Die abstrakte Ästhetik der freien Schwerpunktbildungen von blauer Farbe auf der Betonwand - je nach Farbintensität überblendet von durchscheinendem Sichtbeton und Reflektionen der historischen Klinkerfassade - wird darüber hinaus als Träger genormter Wetterdaten lesbar. Die Installation entfaltet so eine Wechselwirkung zwischen „Bild“ und „Bedeutung“, zwischen der ästhetischen Erfahrung der technologisch umgewandelten Wetterdynamik und ihrer Lesbarkeit als Wetterstation, die ein kommunikatives Potential beinhaltet.

Auslober Bundesbauamt Berlin
Autor Arnold von Wedemeyer
Team Arnold von Wedemeyer, Henning von Wedemeyer
Ort Bundesministerium der Finanzen Berlin
Konzept Sep 02

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