Ein bestehender Anbau Werner Düttmanns
aus den 70er Jahren ist für die Kunsthalle Bremen aufgrund seiner
verschachtelten Ausstellungsräume und dem zu geringen Flächenangebot
untauglich geworden. Das Gebäude, von Düttmann als niedriger,
in die Hanglage eingebetteter Baukörper konzipiert, wird von uns
durch eine Erweiterung ersetzt, die in ein engeres Verhältnis zum
Altbau treten und die topografischen Potentiale besser ausschöpfen
soll.
Die Erweiterung besteht
aus einem begehbaren, in die Parklandschaft eingebetteten Sockelbauwerk,
über dem ein dreigliedriger Ausstellungsbau angeordnet ist. Das Sockelbauwerk
vereint die pädagogischen und kommerziellen Nebennutzungen des Museums,
die Ausstellungsriegel bieten klar geschnittene und variabel nutzbare
Ausstellungssäle. Die Dachterrasse des Sockelbauwerks wird in den
Wallanlagen zu einem über dem See schwebenden öffentlichen Plateau.
Die Ausstellungsflächen des Altbaus werden
ebenengleich erweitert und öffnen sich an ihren Stirnseiten in voller
Höhe zu den Parkanlagen. Die Glasfassaden können variabel verschattet
und verdunkelt werden. Eine Unterteilung der Ausstellungsriegel wird von
uns nicht vorgesehen, um die Raumzuschnitte nach wechselnden kuratorischen
Kriterien entwickeln zu können. |