Um der kommerziellen Ausrichtung der Weltlichtschau
1998 eine sinnliche Komponente hinzuzufügen, beauftragte der Ausrichter,
die Hannover Messe AG, die Planung von zwölf Lichthäusern von
3x3Meter Grundfläche. Unser Konzept für die Gestaltung eines
dieser Häuser wurde in einem Wettbewerb zur Umsetzung ausgewählt.
Uns interessierte die Immaterialität, das Mysteriöse und das
Unbegreifliche am Phänomen Licht. Inspiriert von einem Vers von André
Bréton - „der Schrank ist voller Wäsche, sogar Mondstrahlen
sind darin, die ich entfalten kann“ - schufen wir einen Kubus, in
dessen Wand Schubladen verschiedener Größe eingebaut waren.
In dem dunklen Raum leuchteten nur die kleinen Griffe der Schubladen.
Zog man eine Schublade heraus, so entfaltete sich deren scheinbar greifbarer
Inhalt: Licht verschiedenartiger Intensität und Farbe. |